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Traffipax speedophot

Das Radarmessgerät gestattet durch seine vielfältigen Mess- und Anwendungsmöglichkeiten einen universellen Einsatz und ist wahrscheinlich das am häufigsten eingesetzte Messgerät in Deutschland. Es kann zur stationären Geschwindigkeitskontrolle des ankommenden und abfließenden Verkehrs vom rechten oder linken Straßenrand eingesetzt werden. Das Traffipax Speedophot wird entweder eingebaut im Radarwagen oder mit Spezialstativ am Straßenrand betrieben. Es kann auch in einen Container integriert werden und wird dann als „Speedoguard“ bezeichnet.

Das Messgerät kann bedingt durch seine kompakte Bauform problemlos in nahezu alle Fahrzeuge ohne Einengung des Innenraums integriert werden, wobei auch die Sicht für einen aufmerksamen Messbetrieb nicht behindert wird. Lediglich am Armaturenbrett befindet sich ein Fototeil mit der Kontrolleinheit. Das Steuerteil und der Blitzgenerator können verdeckt, z.B. im Kofferraum untergebracht werden. Die Messrichtung lässt sich automatisch oder manuell umschalten. Ebenso kann das Traffipax Speedophot als Kamerawagen zur Überwachung des fließenden Verkehrs mit fotografischer Dokumentation von Verkehrsübertretungen genutzt werden. Das Traffipax ermittelt Geschwindigkeiten von 20 - 250 km/h, wobei 2 Messungen pro Sekunde erfolgen. Die Umgebungstemperaturen für den Betrieb des Traffipax Messgerätes müssen zwischen -10 bis 60 °C liegen. Die Aufstellhöhe muss mindestens 40 cm betragen. Das Messgerät Traffipax Speedophot kann in 2 Reichweiteneinstellungen betrieben werden. Hierbei wird in für Fahrspur 1 und 2 Reichweite 1 gewählt. Für die 1 bis 4 Fahrspur ist Reihweite 2 einzustellen. Hier kann es bei falscher Reichweiteneinstellungen durchaus zu Problemen bei der Messung kommen. Es sollte immer die niedrigste Einstellung gewählt werden. Es ist auch möglich, in einem Fahrzeug zwei Radaranlagen einzusetzen, um die Geschwindigkeitsmessungen für beide Verkehrsrichtungen zu ermitteln. Dieser gleichzeitige Messbetrieb von zwei Anlagen erfordert keine weiteren besonderen Regelungen, wenn für jede Anlage jeweils ein Messbeamter den aufmerksamen Messbetrieb gewährleistet. Steht dagegen nur ein Messbeamter für zwei Anlagen zur Verfügung, so müssen beide Anlagen in die Betriebsart „manuell" betrieben werden. Nur für die Anlage, für die eine aufmerksame Beobachtung des Messbetriebes sichergestellt werden kann, erfolgt eine Aktivierung der Messung. Messungen ohne eine aufmerksame Beobachtung der Messung sind durch den Messbeamten zu vermerken und dürfen bei einer späteren Bearbeitung nicht berücksichtigt werden. Erfolgt die Messung aus einem Fahrzeug heraus, ist lediglich der Messwagen parallel zum Straßenrand auszurichten. Messwinkel der Antenne und Bildwinkel der Kamera sind dann automatisch erfüllt. Wird das Traffipax Speedophot auf einem Stativ eingesetzt, muss das Ausrichten der Antenne rechtwinklig zum Straßenrand erfolgen.

Mögliche Fehler bei der Messung mit dem Traffipax Speedophot welche zur Ungültigkeit der Messung und zur Einstellung des Verfahrens führen können:

- fehlender aktueller Eichschein für das Messgerät 

- Messstelle ist falsch eingerichtet worden

- es liegt eine Reflexionsfehlermessung vor

- der korrekte Messwinkel wurde nicht eingehalten

- die korrekte Mindestaufstellhöhe wurde nicht eingehalten

- die Reichweiteneinstellung am Gerät war falsch

- das Fahrzeug befand sich nicht in der korrekten Fotoposition

- es ist ein zweites Fahrzeug auf dem Foto sichtbar

- die Dateneinblendungen auf dem Messfoto sind widersprüchlich

- es sind Leerfotos auf dem Messfilm zu sehen

- es wurde kein Kalibrierungsfoto angefertigt