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Multanova 6F

Mit diesem Gerät sind ausschließlich Geschwindigkeitsmessungen möglich. Das Multanova 6 F wird als Fahrzeugeinbau oder mit Stativ genutzt. Für den stationären Betrieb heißt das Geschwindigkeitsmessgerät Multanova 6 FA und für den mobilen Einsatz nennt sich das Radar Geschwindigkeitsmessgerät Multanova 6 F. Der Verkehr kann ankommend, abgehend und auch gleichzeitig überwacht werden. Die Multanova Geschwindigkeitsmessgeräte ermitteln mittels der Radartechnik Geschwindigkeiten von 25 - 250 km/h. Es erfolgen 2 Messungen pro Sekunde. Die Umgebungstemperaturen müssen zwischen -10 bis 50 °C liegen. Die Reichweite beträgt zwischen 7 m und 40 m. Auch bei den Multanova Messgeräten ist ein aufmerksamer Messbetrieb vorgeschrieben. Der Messbeamte muss besonders auf die Möglichkeit der Knickstrahlreflexionen achten. Deren Wahrscheinlichkeit hängt von der Reichweiteneinstellung und von den potentiellen Reflektoren im Einsatzbereich der Multanova Messgeräte ab.

Durch einen aufmerksamen Messbetrieb können Fehlmessungen vermieden werden. Bei dem Multanova 6F erfolgt die Geschwindigkeitsmessung, wie bei den anderen Multanova Messgeräten auch, in mehreren Schritten. Die konstante elektromagnetische Schwingung, welche im Sender des Messgerätes erzeugt wird, verlässt mittels einer Schlitzantenne das Messgerät und erfasst somit die Fahrbahnen. Beim auftreffen auf einen Reflektor, z.B. einem Pkw, Lkw oder einem Motorrad, wird die elektromagnetische Welle reflektiert und erfährt hierbei eine Frequenzänderung. Diese Änderung der Frequenz wird nun im Multanova Messgrät in eine Geschwindigkeit umgerechnet. Die reflektierten und somit wieder beim Multanova Messgerät ankommenden Signale werden in 3 Phasen untersucht. Bei der ersten Phase registriert das Multanova Messgerät, das sich ein Fahrzeug im Radarstrahl befindet. Nun beginnt die eigentliche Messung der Geschwindigkeit. Zuerst wird bestimmt ob es sich um ankommenden oder abfließenden Verkehr handelt. Ist die Richtung bestimmt werden nur noch Signale derselben Richtung ausgewertet. Nun wird ein vorläufiger Geschwindigkeitswert ermittelt hiezu muss über 2m Messtrecke eine konstante Geschwindigkeit gefunden werden. Wird diese sogenannte Konstanzstrecke nicht ermittelt, wird die Messung verworfen. Wird die Konstanzstrecke gefunden, erfolgt eine Verifizierung über eine Strecke von 3m. Wenn nun auf einer Strecke von mehr als 1m dieser zuvor ermittelte Wert um mehr als 3% schwankt, wird die Messung abgebrochen. Beim Aufbau des Messgerätes müssen auch diverse Auflagen erfüllt werden. Hier ist auf den fahrbahnparallelen Aufbau zu achten.

Je nach Entfernung zur Fahrbahn, sind hier unterschiedlich lange gerade verlaufende Strecken der Fahrbahn zu beachten. So muss, z.B. bei einem Abstand von 2m zur Fahrbahn ein 14m langes Stück der Straße vor dem Multanova 6F Geschwindigkeitsmessgerät gerade verlaufen. Ein Aufbau des Multanova Messgerätes in Nähe von Brücken, Bauten mit senkrecht verlaufenden Flächen, aber auch großen Schildern wird nicht empfohlen. Ebenso soll das Multanova Messgerät in Fahrbahnhöhe und Fahrbahnneigung aufgestellt werden. Eine Abweicheichung von maximal 20cm nach oben ist noch akzeptabel. Diese Einschränkung gilt allerdings nur, wenn das Mutanova Messgerät im Einsatzcontainer MultaGuard betrieben wird. Bei Einstellung der falschen Reichweite, kann es auch zu Fehlern kommen. Hier sollte immer die geringste Reichweite genutzt werden, andernfalls kann es vermehrt zu Reflexionsmessungen kommen. Hierbei gilt die Einstellung Nah ausschließlich für die Überwachung des ersten Fahrstreifens. Die Reichweite beträgt ca. 7m. Die Einstellung Mittel kann eine Entfernung von 6m – 15m überwachen. Für eine Reichweite von 15m – 40m ist die Einstellung Fern zu wählen. Bei dem Multanova Radar Geschwindigkeitsmessgerät ist ein aufmerksamer Messbetrieb gefordert.

 Mögliche Fehlerquellen bei der Messung mit dem Multanova 6F können sein:

- Kann es bei der Messung zu Reflexionsfehlern gekommen sein?

- Befand sich das Fahrzeug in Schrägfahrt?

- War der Messbeamte ausreichend geschult?

- Wurde der richtige Messwinkel eingehalten?

- Wurde beim Stativbetrieb die Maximalhöhe und der Mindestabstand eingehalten?

- Wurden Testfotos erstellt? - Wurde das Messgerät auf einer Höhe mit der Straße aufgestellt?